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Was mir in Sachen Linux einfällt

Getestet mit Opensuse 12.2

Notebook HP 655

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Der Laptop draußen

Ausstattung:

Anschlüsse: VGA, HDMI, USB 2.0 3x, SD-Karten-Leser, Kopfhörer, Mikro, GByte-Netzwerk

Die Cursor-Tasten

Tastatur: normal für kleinere Notebooks ohne Extratasten. Die Cursortasten für "hoch" und "runter" sind gewöhnungsbedürftig. Falle: Im BIOS ist die Fn-Taste eingeschaltet, die Funktionstasten sind deshalb mit den Symbolen für Notebooks belegt. Wer die Funktionstasten als solche gebrauchen will, muss dafür die Fn-Taste zusätzlich drücken oder im BIOS diese Einstellung abwählen.

LED für Eingeschaltet und Laufwerkszugriff, leider an der linken Seite.

Das Notebook wird mit Suse-Enterprise-11 geliefert und zeigt einen netten Gnome-Desktop. Leider ist das Betriebssystem zu alt für mich und ich habe Opensuse 12.2 drauf installiert. Der Start der Netzwerk-Installations-CD gelingt nur mit dem Kernel-Parameter "nomodeset", sonst gibts eine bunte Grafik. Mit diesem Parameter gelingt die Installation ohne weitere Probleme. Dabei habe ich von vornherein Pulseaudio weggelassen, weil ich bisher damit schlechte Erfahrungen gemacht habe. Hier gab's aber die Probleme ohne Pulseaudio, weil das Audiogerät sich als zwei Geräte ausgibt und das HDMI-Gerät die erste Soundkarte ist, die Reihenfolge bekam ich nicht geändert. Damit keine Möglichkeit, die Lautstärke ohne Mixer oder per Fn-Taste zu ändern. Nach der Installation von Pulseaudio war die Abteilung OK.

Jetzt zur Grafik und da muss ich ganz klar sagen: ohne den proprietären Treiber von AMD ist das Notebook fast nicht zu gebrauchen. Ohne spielt das Gerät nicht mal einen MPEG-Film ohne ruckeln ab und die Helligkeitstasten sind ohne Funktion. Mit ist auch dort fast alles OK, HD-Filme werden ruckelfrei abgespielt. Fast alles, weil GoogleEarth und Foobillard z.B. mit den Desktopeffekten nicht ! arbeiten, ohne die Effekte ist tun's auch GoogleEarth und Co und die Helligkeitstasten.

Der SD-Kartenleser war ohne Funktion, es fehlte der Treiber für das Realtekgerät rts5229. Den Treiber gibt es als Quelltext von Realtek, make, make install, modprobe rts5225 und depmod -a sind innerhalb von Minuten erledigt. Die Installation des Grafiktreibers hat bereits make, gcc und die Kernelquellen installiert, deshalb ist dafür keine Zusatzarbeit nötig.

HDMI und VGA sind OK, ich musste nur den Audiostream von Xine im Pulseaudio-Panel auf den HDMI-Ausgang verschieben, dann kam der Ton auch aus dem Fernseher. USB, Ethernet und die beiden Audio-Buchsen funktionieren wie vorgesehen, damit sind schon alle Buchsen abgehakt.

Wlan ist mit Atheros-Chips kein Problem, das Ding funkt aber nur auf 2,4 GHz

Bluetooth ist nicht eingebaut

Die Webcam kann nur das Format "yuv" (luvcview -f yuv) und arbeitet nur mit max. 640x480 Pixeln bei 30 Bildern, das Mikrofon funktioniert. Die Lautsprecher sind zu gebrauchen.

Das Display hat als Manko die relativ hohe Blickwinckelabhängigkeit, wenn man etwas von oben schaut ist der Kontrast mau, von unten umgekehrt, im rechten Winkel stimmt alles. Die Helligkeit ist - dank der matten Oberfläche - auch für Außeneinsätze gut geeignet.

Laufzeit: gut 3 1/2 Stunden mit Nachinstallation von Anwendungen, Konfiguration, Abspielen von Filmen usw. Ich habe keinerlei Energiespartechnik eingesetzt.

Fazit: An dem Rechner ist alles unter dem Duchschnitt, aber das Preis/Leistungsverhältnis ist exzellent! Für Nichtspieler reicht er völlig aus.