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Zündapp Bella

Smarttimer

Seit einem Jahr bin ich Besitzer eines Smartphone mit Android als Betriebssystem. Und weil ein Smartphone ein richtiger kleiner Computer ist und Google alles zum programmieren von Apps kostenlos zur Verfügung stellt, hate ich eine Menge Ideen, was man damit machen könnte. Die meisten habe ich wieder verworfen, aber eine lies mich nicht mehr los. Den ganzen Winter habe ich gebraucht, um sie zu verwirklichen, jetzt kann ich sie Euch vorstellen.

Erste Vision: Kontrolle des Rollers via Smartphone

Controllerplatine

Dazu gehört ein wenig Elektronik mit einigen Sensoren und eine Bluetooth-Schnittstelle. Die Elektronik war schnell gefunden, denn ich will mir schon seit längerer Zeit einen Quadrocopter (Modellhubschrauber mit 4 Rotoren) bauen und für die gibt es sehr vielseitige programmierbare Controller wie der hier rechts. Das Ding ist sehr leistungsfähig und seine Anschlüsse unten kann man als Ein- und Ausgänge programmieren und sehr frei nutzen. Ein Forenbeitrag in Sachen Tuning der Bella und bei mir klingelte es: Ich fahre mit einer elektronischen Zündung und die braucht nur ein schwaches Signal für den Zündzeitpunkt. Dann könnte ich doch ...

Zweite Vision: Kontrolle der Zündung mit Klopfsensor

Klingeln ist das Stichwort: wenn man den Zündzeitpunkt immer so weit in Richtung Vorzündung verstellt, dass der Zeitpunkt zu Last und Drehzahl passt, dann bekomme ich mehr Leistung aus dem Motor. Dabei ist aber die Klopf- oder wie der Normalfahrer sagt Klingelgefahr sehr groß. Also muss die Elektronik mittels eines Klopfsensors Klingelgefahr erkennen und den Zündzeitpunkt kurz davor halten, dann klappt das.

Das Produkt meiner Visionen

Blockschaltbild

... ist die Schaltung rechts. Es können 8 Sensoren aller Art angeschlossen werden und 2 Sensorkontakte bilden die beiden Datenleitungen eines USB-Anschlusses, mit der die Elektronik grundprogrammiert wird. Die Schaltung nimmt die Signale auf, verarbeitet sie und schickt die meisten Daten via Bluetooth in die Luft. Gleichzeitig empfängt sie Befehle via Bluetooth. Die Gegenstelle ist das Smartphone. Die beiden wichtigsten Sensoren sind ein Hallgeber und ein Klopfsensor, die beide nebeneinander von außen fest an die Zylinderwand zwischen die beiden obersten Kühlrippen des Zylinders gepresst werden. Die Sensoren am Zylinder Der Klopfsensor ist eine Art Mikrofon und reagiert auf eine fürs Klingeln charakteristische Frequenz. Ein Hallsensor reagiert auf bewegtes Metall. Da der Zylinder sich relativ zum Sensor nicht bewegt, entspricht das Signal nur dem sich bewegenden Kolben, wodurch Drehzahl und - verrechnet mit der Kreisformel - der obere Totpunkt herauskommt. Die Kabel für beide sind mit hoch hitzefestem Silikon isoliert. Diese zwei Signale werden nicht an das Handy geschickt, sondern intern verarbeitet und das Ergebnis steuert die elektronische Zündanlage. Damit ist die Elektronik autark und kann vollkommen ohne Smartphone arbeiten. Daten speichert das Gerät in Flash-Speicher (wie USB), dadurch bleiben sie auch Jahre ohne Strom erhalten. Strom bekommt die Schaltung übrigens von Klemme 15 der Zündspule (Zündungs-Plus).


Was kann die Schaltung?


Was weiß das Smartphone?


Und damit zeige ich mal die einzelnen Sensoren:

Smartphone am Roller-nah

Die Ausführung

So sieht das aus, wenn ich mit dem Smartphone fahre: (Bildschirmschnappschuss)
Smartphone am Roller

Die Befestigung ist z.Z. noch provisorisch an der Halterung vom Navi. Die grafische Oberfläche ist von mir so ausgedacht, steht aber so nicht fest. In den unteren 4 Feldern sind die Anzeigen nahezu beliebig nach Wunsch einstellbar: Uhrzeit, Geschwindigkeit, Höhe, Beschleunigung, Steigung der Straße usw. Aus den Daten, die das Smartphone von sich aus kennt, kann man alles auswählen plus natürlich der gelieferten der Elektronik. Und natürlich schaltet die Anzeige automatisch um, wenn ein Telefongespräch ankommt oder eine SMS eintrudelt.

Es sind auch beliebige andere Anzeigen möglich, die ich als Denkmodelle hier zeige (programmiert habe ich sie noch nicht):

mögliche alternative Anzeige mögliche alternative Anzeige mögliche alternative Anzeige

mögliche alternative Anzeige Ein Smartphone bietet nur eine kleine Fläche zur Anzeige an, aber ein Tablett-PC ebnet den Weg zu sehr viel mehr. So steht dann die Fläche zur Verfügung, um gleichzeitig nebeneinander dieses Überwachungsbild, ein Radio (das Smartphone kann auch Radio!) und gleichzeitig eine Navigation anzuzeigen. Oder man denkt sich Armaturenbretter aus wie rechts. Ungeahnte Möglichkeiten ...


Jetzt kommts:

Das Angebot

Ich habe 10 von diesen Anlagen anfertigen lassen (müssen). Eine davon habe ich selbst in Gebrauch, deshalb verkaufe ich ab jetzt 9 Geräte mit Sensoren für Abgastemperatur, Tankinhalt und Raddrehzahl betriebsbereit incl. Kabelsatz, Einbauanleitung und dem Downloadlink zur Smartphone-App

zum Preis von je 235 €

greift schnell zu, der Verkauf erfolgt nach Eingang der Bestellungen. Du musst selbst sorgen für:

Hier ist das Bestellformular

Viel Spaß damit und bitte unbedingt weitersagen !!!


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