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Technikwissen für Nichttechniker

Fernsehempfang per Antenne

Fingerantenne
Die Empfangsmethode mit dem wenigsten Aufwand und den geringsten Kosten: DVB-T. Zumindest in Großstädten. Denn das Fernsehen per Antenne wird überall in Deutschland ausgestrahlt, aber die privaten Anbieter beschränken sich auf die Ballungszentren. Denn: Das Senden eines Fernsehprogramms kostet Geld und es macht einen deutlichen Unterschied, ob man in Ballungsräumen 10 Cent pro Zuschauer ausgeben muss oder in spärlich besiedelten Gegenden 1 Euro. Zumal die Bewohner auf dem Land häufig schon Satellitenschüsseln haben.

In Großstädten - ziemlich dicht am Sendemast - funktioniert sie, die viel gerühmte Fingerantenne. Weiter weg sieht es ziemlich düster aus, dort ist Erfindungs­geist gefragt, um sich eine bessere Antenne selbst zu bauen.

Selbstbau-Antenne
Dach-Antenne

Im Bild oben eine Doppelquad-Antenne, die viel besseren Empfang bietet, als die Finger-Antenne und sich leicht selbst bauen lässt. Eine Quelle für Infos zum Sebstbau von Antennen findest Du hier.

Den besten Empfang bietet die gute alte Dachantenne, hier rechts im Bild die "Matratze", noch besser ist eine Yagi-Antenne.


Null! Nada! Nichts! Es gibt kein analoges Signal mehr !

Das ist es eben. Und die meisten heutigen Fernseher haben schon einen eingebauten DVB-T-Empfänger. Das macht die Sache eben so einfach. Zumindest mit der Fingerantenne.

Dazu kann ich genauer etwas sagen weil ich DVB-T auch aufnehme und damit die Datenrate bestimmen kann. Versprochen wurde uns mit der Einführung von DVB-T DVD-Qualität. Dazu muss man wissen, dass die passende Zahl für den Datenstrom bei bestmöglicher Qualität auf der DVD 9 ist (MBit/sek). Es reicht, sich die Zahl zu merken. Leider kann man per DVB-T auf einem ehemaligen Analog-Kanal maximal 16 übertragen und diese Zahl teilen sich vier Programme. Was bleibt? Genau: 4 MBit/sek. Auch das wäre noch eine realtiv gute Qualität, aber in der Praxis bleiben durchschnittlich 2,6 bis 2,8 übrig - mit Ausreißern nach oben (3,7) und nach unten (1,8). Das ist in kritischen Szenen (z.B. Blenden, Feuer, Nebel) schon deutlich zu sehen.

Auf dem Land gibt es eventuell nur die öffentlich-rechtlichen Programme, das Angebot der 3. ist unterschiedlich, meist nur 4 bis 5. In Ballungsräumen gibt es auch die primären privaten Anbieter. Mit meiner Dachantenne sind es 25 Programme. Sieh Dich hier um: Überallfernsehen.de

Update vom Februar 2013: RTL denkt darüber nach, aus dem DVB-T-Angebot auszusteigen!

Pluspunkt für DVB-T: wenn eine Hausverteilung vorhanden ist, reicht es, die Antenne auf die Hausverteilung zu stecken (gegebenenfalls mit Verstärker). Dann liegt das Signal mit allen Programmen an allen Antennendosen an.

Reicht vom Preis einer Zimmerantenne bis zur Installation einer Dachantenne durch einen Handwerker. Keine laufenden Kosten.


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