Masuren

Die Reisen von Karin + Hartmut

Reise nach Masuren

Tag 17

Ein Tag schöner als der andere. Wir überlegen tatsächlich eine halbe Stunde lang, ob wir nicht einfach mal in der Sonne liegen oder weiter fahren. Letztlich siegt die Tatsache, dass der nächste Platz in Goldap genauso liegen soll. Also ein letztes Foto und auf nach Goldap. Das wird auch das östlichste Ziel sein, ab dort bewegen wir uns wieder in Richtung Heimat.

Abschied vom Platz Elexier

Aus Wikipedia: "Gołdap (deutsch Goldap) ist eine Kleinstadt in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. ...
• Am 15. Mai 1570 wurde die Stadt Goldap durch Kaspar von Nostitz gegründet.
• Bis zum 17. Jahrhundert hatte die Stadt an der Ostgrenze Preußens ständig durch kriegerische Überfälle aus dem Osten zu leiden.
• 1657 wurde die Stadt von Tataren niedergebrannt. Dabei sollen auch viele Bürger verschleppt oder getötet worden sein, und Bürgermeister Dullo wurde auf dem Markt bei lebendigem Leibe öffentlich am Spieß gebraten.
• 1694 brannte die Stadt erneut ab.
• Von 1709 bis 1711 wurde Ostpreußen von einer Pestepidemie heimgesucht. Einwanderer aus Brandenburg, Pommern, Magdeburg, Halberstadt, aus der Pfalz und dem Herzogtum Nassau, Deutsche und Schweizer, Preußen und Litauer ersetzten die gestorbene Bevölkerung. ...
• Am 16. Oktober 1834 brach in Goldap eine verheerende Feuersbrunst aus, durch die 266 Gebäude, darunter das Rathaus, das Gerichtshaus, die alte Schule neben der alten Kirche, das Gerichtsgefängnis sowie 112 Privathäuser, eingeäschert wurden. ...
• Zu Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 wurde Goldap von der russischen Armee zerstört und besetzt. Nach Abzug der russischen Armee wurde die Stadt im Stil der „Neuen Sachlichkeit“ wiederaufgebaut. ...
• Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadtbevölkerung am 21. Oktober 1944 evakuiert. Am folgenden Tag wurde die Stadt von der sowjetischen Armee besetzt. Nach schweren Kämpfen gelang es der deutschen Wehrmacht jedoch am 15. November noch einmal, die Stadt zurückzuerobern. Die deutsche Propaganda feierte den Sieg. Wenige Tage nach Beginn der Winteroffensive 1945 der Roten Armee gelang dieser jedoch am 18. Januar 1945 die endgültige Eroberung der nun zu 90 % zerstörten Stadt.
"

Ich habe das dumme Gefühl, dass diese Stadt und seine Bewohner es nicht leicht hatten ...

Wir sind auf dem Weg zum nächsten Campingplatz durch das Ortszentrum gekommen und mussten zum Brotkaufen anhalten. Dabei haben wir ein paar Fotos gemacht.

Goldapp Stadtbilder 3
Rathaus
Goldapp Stadtbilder 1
Goldapp Stadtbilder 2
Goldapp Stadtbilder 4
Goldapp Stadtbilder 5
Goldapp Stadtbilder 6
Goldapp Stadtbilder 7
Goldapp Stadtbilder 8
Goldapp Stadtbilder 9
Goldapp Stadtbilder 10
Goldapp Stadtbilder 11
Goldapp Stadtbilder 12
Goldapp Stadtbilder 13

Wir hatten uns gedacht, dass diese Stadt durch seine Grenzlage und Abgeschiedenheit und sehr verarmten, heruntergekommen Eindruck machen würde. Nichts da. Die Stadt ist zwar klein, gibt sich aber modern und gut aussehend - besser als die meisten Städte bisher.

Der nächste Platz liegt nur 2 Kilometer außerhalb des Stadtzentrums

Hier liegt der Platz in der Welt
Hier sind wir, dicht an der Oblast Kaliningrad
So sieht der Platz von oben aus
Bilder vom Campingplatz Goldap 1
Unser Stellplatz
Bilder vom Campingplatz Goldap 2
Unser Blick auf den See
Bilder vom Campingplatz Goldap 3
Da ganz hinten ist die russische Grenze, die durch diesen See verläuft

Goldap ist der einzige Kurort in Masuren und morgen sehen wir uns an, warum das so ist.


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