Masuren

Die Reisen von Karin + Hartmut

Reise nach Masuren

Tag 34

Es ist sehr trübe heute morgen, es riecht nach Regen, aber es ist warm. Das wird wohl daran liegen, dass der heftige Wind von Süden bläst. Ein Blick in das Wetterradar verrät uns, dass es gegen 9 Uhr anfängt, langsam zu regnen. Wir frühstücken draußen, der Kater spaziert allein über den Platz. Dann machen wir bei langsamem Regen den Wagen fertig und just, als wir losfahren, fängt es an, schnell zu regnen. Man muss auch mal Glück haben.

Heute steht nichts auf dem Plan außer: einen Campingplatz weiter westlich beziehen. Ich habe einen Platz in Leba direkt am Fluss gefunden und da fahren wir hin. Dort angekommen: der Platz ist offen! Prima! Wir können direkt am Wasser stehen und bauen auf.

Leba Campingplatz 1
Unser Stellplatz in Leba
Leba Campingplatz 2
Blick auf den Fluss von unserem Stellplatz aus

Ist das nicht toll idyllisch? allerdings taucht plötzlich eine schwarze Katze mit weißen Pfoten und weißem Lätzchen auf und jault Bernstein an. Ich gehe sicherheitshalber zu unserem Kater:

Leba Campingplatz 3

Und plötzlich attackiert dieser Kater Bernstein, der sich auf den Boden wirft und furchtbar faucht.

Leba Campingplatz 4
Von Karin fotografiert von der anderen Seite

Ich nehme Bernstein hoch und packe ihn ins Auto. Es dauert eine halbe Stunde, bis er sich beruhigt hat, dann aber geht er wieder ganz ruhig mit mir über den Platz. Ganz hinten auf dem Platz sehe ich den andern Kater in unsere Nähe kommen und ich nehme Bernstein hoch und gehe mit ihm zu Auto. Dort sitzt der ander Kater bereits an der Autotür. Karin erzählt, dass der ganz lieb ist und Katzenfutter haben wollte. Da wird mit klar, dass es zwei von der Sorte gibt: den aggressiven Kater und diese süße liebe Katze, die so gern ins Wohnmobil möchte.

Leba Campingplatz 5
Sieht genau so aus! Geschwister?

Damit ist für uns klar: weg hier! Es ist gefährlich, hier zu bleiben. Wir packen wieder ein und fahren. Als Karin den Elektroschlüssel abgibt und den Grund für die Abreise angibt, erzählt ihr die Rezeptionistin, dass die Katzen zur Nachbarschaft gehören und es immer wieder mal Ärger gibt. Sie hat Verständnis für uns. Schade, das war sooo ein schööööner Platz....

Wir fahren nach Rowy (deutsch: Rowe), wo es einen Platz gibt, der a) geöffnet ist und b) am Ende des Ortes liegt. Dort können wir uns aussuchen, wo wir stehen wollen: weiter hinten unter Bäumen. Auch nicht schlecht, aber der Fluss fehlt!

Campingplatz Rowy auf der Karte
Orange: Leba, rot: Rowy
Unser Campingplatz von oben
Die dunkelgrüne Fläche unten kommt gleich noch ins Spiel
Bilder vom Campingplatz 1
Bilder vom Campingplatz 2
Bilder vom Campingplatz 3
Bilder vom Campingplatz 4
Fundsache: solche Bezeichnung und das in Polen

Wir bauen auf und als wir fertig sind, kommt noch ein Camperpaar und bezieht seinen Wohnwagen, der neben unserem Wohnmobil steht. Zu allem Überfluss haben die auch noch einen Dackel dabei.

Egal! Wir setzen uns auf die Räder und fahren in den Ort und zur Hafenmole.

Bilder aus dem Ort Rowy 1
Bilder aus dem Ort Rowy 2
Strandpromenade von der Mole aus gesehen
Bilder aus dem Ort Rowy 3
Alles neu, hat die EU bezahlt
Bilder aus dem Ort Rowy 4
Hafeneinfahrt
Bilder aus dem Ort Rowy 5
Allerdings haben die ein Problem wie die Ostfriesischen Inseln
Bilder aus dem Ort Rowy 6
Strand weggespült, Dünenabbruch
Bilder aus dem Ort Rowy 7
Die neue alte Dorfkirche von 1846

Wir fahren wieder zum Platz zurück und gehen an ihm entlang zu dem Hügel südlich von der Spitze des Camps (Bild oben)

Kirchhügel Rowy 1
Kirchhügel Rowy 2
Hier stehen Grabkreuze bzw die Reste
Kirchhügel Rowy 6
Solche eisernen Kreuze rosten weg ...
Kirchhügel Rowy 3
... und übrig bleibt der Stein mit einem Rostrest
Kirchhügel Rowy 4
Kirchhügel Rowy 5
Kirchhügel Rowy 7

Meine Recherche ergibt: auf diesem Hügel stand mal eine Kirche aus Stein (13Hundertschlagmichtot), diese wurde 1816 ersetzt durch eine Fachwerkkirche und 1846 wurde diese wieder ersetzt durch die Kirche im Ort, die ich gerade gezeigt habe. Die Fachwerkkirche wurde anderweitig verwertet und der Hügel trägt jetzt nur noch alte Grabsteine.

Das war es für heute: Es wird dunkel. Aber eine Anmerkung noch: der Regen heute morgen hat nur 2 Stunden gedauert, dann kam wieder mal Sonne pur vom Himmel. Hast Du das bei den Fotos eigentlich gemerkt?

Bilder vom Campingplatz 5

Morgen? Keine Ahnung! Wahrscheinlich fahren wir, dieser Ort ist ein einziges großes Urlaubs-/Ferienlager, aber weil die Urlaubszeit vorbei ist, kann man froh sein, wenn wenigstens der Bäcker "auf hat" ...


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