Großbritannien

Die Reisen von Karin + Hartmut

Großbritannien-Rundreise im Herbst 2022 - wie immer mit Kater Bernstein

Tag 14, 12. September

Das große Regengebiet hat uns verfehlt, die Sonne scheint bisweilen. Es soll heute auch keinen Niederschlag mehr geben und keinen gleißenden Hitzetag. Ideales Wetter, um ein römisches Kastell zu besichtigen, denn die sind ja typischerweise draußen angelegt worden. Das Kastell sieht heutzutage so aus:

Luftbild vom Kastell Vindolanda

Es sind die Überreste der römischen Garnisonstadt Vindolanda. Wikipedia weiß: "Die Römer rückten im 1. Jahrhundert n. Chr. bis ins heutige Grenzgebiet zwischen England und Schottland vor. Hier konzentrierten sie zur Zeit ihrer Herrschaft über Britannien die meisten Truppen. Auch die Sicherung der Grenze durch eine dichte Kette von Kastellen, wie etwa Vindolanda, sowie durch Heerstraßen, wie die noch sichtbare sogenannte Stanegate, begann im späten 1. Jahrhundert, nachdem die Römer einen Teil ihrer Eroberungen in Schottland wieder aufgegeben hatten. ... Die Kastellbesatzung Vindolandas war anfangs für Sicherungs- und Überwachungsaufgaben an der Grenze und später für die Kontrolle des Hinterlandes des Hadrianswalls zuständig. ... Auf dem Grabungsgelände befindet sich ein kleines Museum, das die Sammlung des Vindolanda Trusts aus den laufenden Ausgrabungen präsentiert. Sie zeigt eine Auswahl der Schreibtafeln, die weltweit größte Sammlung römischen Schuhwerks, Textilien, Töpferwaren, Militaria und persönliche Gegenstände der Kastell- und Vicusbewohner. Das Museum kooperiert eng mit dem Roman Army Museum in Greenhead, in dem den Besuchern das tägliche Leben der Grenzsoldaten vermittelt wird." Der Wikipedia-Artikel ist sehr umfangreich, Du kannst hier weiterlesen.

Bilder vom Museum Vindolanda 1
Bilder vom Museum Vindolanda 25
Bilder vom Museum Vindolanda 2
Bilder vom Museum Vindolanda 3
Bilder vom Museum Vindolanda 4
Bilder vom Museum Vindolanda 5
Bilder vom Museum Vindolanda 6
Bilder vom Museum Vindolanda 7
Bilder vom Museum Vindolanda 8
Hier war das "Headquarter"
Bilder vom Museum Vindolanda 9
Speicherhaus

Man sieht hier Gänge unter der eigentlichen Lagerfläche. Die dienten dazu, dass Luft strömen konnte und dadurch alles trocken blieb. Außerdem wurden in die Gänge kleinere Hunde oder Katzen gelassen, die dann Jagd auf Mäuse und anderes Kleingetier machen konnten.

Bilder vom Museum Vindolanda 10
Gang zwischen zwei Lagerhäusern

Die Wandverstärkungen, die Du sicher schon mal bei den Außenmauern von Kirchen gesehen hast, deuten an, dass es sich um hohe und stabile Gebäude gehandelt haben muss.

Bilder vom Museum Vindolanda 11
Es wird immer noch gegraben ...

Jetzt gehen wir ins Museum:

Bilder vom Museum Vindolanda 12
Tempel
Bilder vom Museum Vindolanda 13
Tempel innen
Bilder vom Museum Vindolanda 14
Das Museum
Bilder vom Museum Vindolanda 15
Bilder vom Museum Vindolanda 16
Bilder vom Museum Vindolanda 17
Bilder vom Museum Vindolanda 18
Bilder vom Museum Vindolanda 19
Schreibtafeln
Bilder vom Museum Vindolanda 20
Bilder vom Museum Vindolanda 21

Es wurden sehr viel solcher Tafeln gefunden und sie enthalten viel Information über das Leben in dieser Soldatenstadt. Es gibt einen großen Bildschirm, auf dem interessante Korrespondenz als Schlagzeilen angezeigt wird und wenn man eine Schlagzeile antippt, kann man den kompletten Text in Lateinisch und auf Englisch übersetzt lesen. Eine gelungene Einrichtung.

Bilder vom Museum Vindolanda 22
Bilder vom Museum Vindolanda 23
Bilder vom Museum Vindolanda 24

Wir wollen gleich die eigentliche Hadriansmauer besichtigen und sehen uns auf dem Kastellgelände zwei Nachbauten an, die nebeneinander gebaut wurden: einerseits links die erste Mauer, die noch aus Holz bestand und zweitens rechts die spätere endgültige Version aus Stein. So soll das ausgesehen haben:

Bilder der Hadriansmauer 1
Beide Typen zusammen
Bilder der Hadriansmauer 2
Erste Version
Bilder der Hadriansmauer 3
Endgültige Version

Jetzt fahren wir etwa einen Kilometer nach Norden zum Standort der Mauer. Hier sehen wir zuerst einen See und werden per Infotafel aufgeklärt, dass dies mal ein Steinbruch war (aus neuerer Zeit) und man die römische Mauer zum Teil auch gleich abgebaut hat: wertvolles Baumaterial! Dahinter gibt es allerdings noch die Reste der Hadrianswall.

Bilder der Hadriansmauer 4
Bilder der Hadriansmauer 5
Bilder der Hadriansmauer 6
Bilder der Hadriansmauer 7
Bilder der Hadriansmauer 8
Bilder der Hadriansmauer 9
Grenzdurchlass
Bilder der Hadriansmauer 10
So sieht die Hadrianswall heute aus, wenn sie noch steht

Wir fahren weiter, es wird Zeit, einen Campingplatz aufzusuchen. Wir finden ihn nach abenteuerlicher Fahrt (wie gestern) in Longholm, etwa 40 Kilometer weiter nordwestlich: Ewes Water Caravan and Camping Site direkt am Fluss Ewes Water.

Karte der Gegend am Hadrianswall

Auf dieser Karte ist eine dünne lila Linie zu sehen. Das ist die heutige Grenze zwischen England und Schottland. Diese Grenze haben wir heute überquert und sind jetzt also in Schottland:

Grenze-England-Schottland
Vielleicht bald wieder EU-Außengrenze?
Luftbild vom Platz in Langholm
Bilder vom Platz in Langholm 1
Bilder vom Platz in Langholm 2

Morgen fahren wir ganz langsam nach Edinburgh in der Hoffnung, dass sich der Trauerzug wieder aufgelöst hat ...


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