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Meine Oldtimer

Mein CPC-Umbau - Teil 1


Ich habe meinen Rechner Ende 1986 gebraucht gekauft und Ende '88 bekam ich Schwierigkeiten mit dem Schreibtisch, weil ich natürlich inzwischen einen Diskettenkontroller, eine feine Speichererweiterung, eine serielle Schnittstelle, 2 Joysticks und eine Maus hatte. Nicht zuvergessen den Drucker, das Modem und die Stereolautprecher. Und die CPC-Anhänger hatten inzwischen rausgefunden, wie man handelsübliche 3,5-Zoll-Laufwerke an den Kontroller anschließen konnte. Das war alles ziemlich viel an Kabelei ...

Also fasste ich den Entschluss, dem Rechner samt Erweiterungen ein eigenes Gehäuse aus Stahlblech zu verpassen, auf dem dann der Monitor stehen konnte. Der Kassettenrekorder an der Tastatur war überflüssig, also schnitt ich ihn raus. Die Rechnerplatine wanderte ins neue Gehäuse, also war im Tastaturgehäuse viel leerer Platz. Den habe ich einfach dadurch genutzt, dass ich ihn weggeschnitten habe, will heißen, ich habe die Tastatur tiefergelegt, was ergonomisch fantastisch war.

Und so sah die Tastatur nach dem Umbau aus: (die beiden Pfeile kennzeichnen die Stelle, an der der Kassettenrecorder saß)

Die behandelte Tastatur

Die Hauptplatine befand sich jetzt im neuen Gehäuse, am Expansionsport war die Speichererweiterung angesteckt, an der hing - ebenfalls angesteckt - der Diskettenkontroller, über dem "Mainboard 3 Diskettenlaufwerke, 2 davon hier zum Ansehen hochgeklappt:

Das Mainboard im neuen Gehäuse

Und jetzt die Diskettenlaufwerke wieder in Normallage und der Blick auf Speichererweiterung (direkt über den Kabel), Diskettenkontroller (an der hinteren Blechwand) und die serielle Schnittstelle (links von beiden unter den Kabeln versteckt):

Hinter dem Mainboard

Das Netzteil
Die Speichererweiterung trägt noch zwei EPROMs, auf die ich später noch eingehe. Fehlt jetzt noch das Netzteil, ein 20 DM-Gerät, welches alle nötigen Spannungen liefert:

12 Volt +, 3 Ampere
5 Volt +, 5 Ampere
12 Volt -, 0,1 Ampere
5 Volt -, 0,1 Ampere

Die letzten beiden Spannungen für die serielle Schnittstelle.
     

Der eine vorhandene Joystickanschluss am Orginalrechner war für 2 Sticks ausgelegt, man braucht dafür eine Y-Weiche. Als Zubehör für diesen Rechner gab es die AMX-Maus, die mit einem Extraplatinchen ebenfalls den Joystickport brauchte. Diese 3 habe ich im Umbau unter einen Hut gebracht: alle 3 konnten immer nageschlossen bleiben, mit einem der Schalter an der Frontseite wurde zwischen Maus und den beiden Joysticks umgeschaltet. Im folgenden Bild ist die breite Buchse für die Tastatur zu sehen, darunter die 3 "Gameports" und darunter die kleine Mausplatine, die ich mit Kabeln regelrecht vergewaltigen musste:

Der Joystickanschluss

Was jetzt noch fehlt, ist die "Soundkarte". Das Wort ist heftig übertriebe, denn der eigentliche Soundchip ist der Tastaturkontroller, ich braucht lediglich einen extra Verstärker mit Lautstärkeregler und eine größeren Lautsprecher:

Die Soundkarte

Beachtet bitte die vorschriftsmäßige Isolierung aller Netzspannung führenden Teile: Gummitüllen über den Steckern und die beiden Kabel, die unter dem Netzteil entlang laufen, sind mit extra Isolierschlauch versehen. Unter dem Netzteil (hier nicht zu sehen) befindet sich eine isolierende Platine zwischen den Lötpunkten des Netzteils und dem Gehäuse. Auf der Netzsteckerseite (Kaltgerätebuchse) sieht es genauso aus. Die Kühlbleche des Netzteils führen keine Netzspannung.

Ende dieses Kapitels, hier geht es weiter.

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